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Baumkuchen

Selbstgemachter Baumkuchen - klassisches Rezept wie vom Konditor

Dieser Artikel enthält sponsored Werbelinks sowie bezahlte Werbung.

Selbstgemachter Baumkuchen mit Schokoladenglasur servierbereit
Baumkuchen

Gerade in der Weihnachtszeit ist mir wichtig, dass besondere Rezepte zuverlässig gelingen und sich gut vorbereiten lassen.

Dieses Baumkuchenrezept gehört für mich zu den Klassikern, die zwar etwas Zeit brauchen, dafür aber mit Geschmack und Haltbarkeit belohnen. Mit guten Zutaten und Ruhe beim Backen entsteht ein Kuchen, der sich perfekt für die Feiertage eignet und gerne verschenkt wird.

Warum ich Baumkuchen so liebe

Zum Baumkuchen habe ich eine besondere Beziehung. Baumkuchen ist mein absoluter Lieblingskuchen. Allein seine runde Form und seine Höhe macht den Baumkuchen zu einem besonderen Kuchen, den man nicht alle tage ißt. Meine Oma kommt ursprünglich aus dem Vogtland in Thüringen nahe der sächsischen Grenze. Während des zweiten Weltkrieges hat sie im Lazarett in Thüringen meinen Opa kennengelernt. Nach dem Krieg sind sie gemeinsam in die amerikanische Zone geflüchtet. Ihre beiden Geschwister allerdings sind im Osten Deutschlands geblieben. Dementsprechend hatten wir Verwandschaft in Leipzig und Zwickau. 

In der Weihnachtszeit kamen jedes Jahr große Pakete aus der ehemaligen DDR. Darin waren die größten und schönsten Baumkuchen - heute unbezahlbar. Auch Leipziger Christstollen befanden sich in den Paketen. 

Ich liebte die mindestens 30-40cm hohen Baumkuchen. Mit seiner schokoladigen Ummantelung war der Baumkuchen für mich immer ein Highlight in der Vorweihnachtszeit. Dafür habe ich alle Plätzchen stehen lassen. Endlich hane ich ein Baumkuchen Rezept für einen klassischen Baumkuchen gefunden, dass ich Euch vorstellen möchte. Dieses Baumkuchen Rezept ist ein wenig aufwändiger, aber machbar. 

Die Geschichte des Baumkuchens...

Der Baumkuchen wird auch "der König der Kuchen" genannt. Ein prächtiger Baumkuchen steht für traditionelles Konditorhandwerk wir kaum ein zweites Rezept.

 

Bereits im Mittelalter gab es Brote, bei denen der Teig um einen Spieß gewickelt und über dem offenen Feuer gebacken wurde. Dabei handelt es sich eher um die Vorläufer des heutigen Stockbrots oder Knüppelteigs.

 

Die ersten Baumkuchen werden von einigen Historikern den Ungarn und von anderen den Griechen zugeschrieben. Die erste weltweit bekannte und erhaltene Rezeptur entstammt dabei einem italienischen Kochbuch aus dem Jahr 1426. Das älteste überlieferte deutschsprachige Rezept stammt aus dem Jahr 1450, damals war Baumkuchen in Nürnberg und Frankfurt am Main bei den Patriziern ein beliebtes Hochzeitsgebäck. Der Teig wurde dabei in Schichten ringförmig um eine rotierende Holzwalze gelegt. Als „Baumkuchen“ wurde er erstmals 1682 im Kochbuch des Leibarztes von Kurfürst Friedrich Wilhelms von Brandenburg bezeichnet.

 

Im 16. Jahrhundert änderte sich die Art der Herstellung. Die Teigmasse wurde nun nicht mehr in Schichten ummantelt, sondern als ganzes Stück mit Schnüren an der Walze befestigt. Die Schnüre verursachten Einkerbungen, die zu den bis heute typischen Ringen führten. Ein Jahrhundert später näherte sich die Fertigkeit dann der heutigen Herstellungsform an, indem eine dünnflüssige Masse Schicht für Schicht auf eine drehende Walze aufgetragen wurde.

 

Die einzelnen Ringe entstanden nun durch Abtrages der Masse mit einem Holzkamm. Trotz der aufwändigen Herstellung wurde Baumkuchen vor allem im privaten Umfeld gebacken. In dieser Zeit sind auch erste Formen der Veredlung dokumentiert, so zum Beispiel mit einer Glasur aus Zucker und Rosenwasser.

 

Bereits im 18. Jahrhundert wurde Baumkuchen im deutschen Sprachraum in seiner heutigen Rezeptur hergestellt: mit Butter, Eiern, Zucker, Vanille, Salz und Mehl. Meist wurde er damals mit geraspelter Schokolade bestreut oder mit Kuvertüre bestrichen. Um 1800 wurde Baumkuchen dann zur Sache der Konditoren. In der Folge galt Berlin als erste Hauptstadt des Baumkuchens. Dabei entwickelte Berlin eine Sogkraft, die ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu Versandbäckereien in Dresden, Cottbus, Stettin und Salzwedel führte. Bis heute haben sich vor allem Cottbus und Salzwedel ihren Ruf als Baumkuchenlieferanten von überregionaler Bedeutung erhalten. 

Anschnitt von selbstgemacchtem Baumkuchen mit typischer Schichtstruktur

Welche Zutaten braucht ihr für diesen klassischen Baumkuchen?

In mein Baumkuchen Rezept kommt Marzipan-Rohmasse (Affiliatelink) hinein. Hier achte ich beim Kauf auf Qualität. Man schmeckt tatsächlich den Unterschied zwischen einem Markenprodukt und einem Billigprodukt. 

 

Auch für Süße ist gesorgt. Ein wenig Zucker muss sein. Butter und Eier dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ich verwende immer Deutsche Markenbutter. Bei den Eiern achte ich auf Bioqualität. Mir ist es wichtig zu wissen, woher die Eier kommen und wie die Hühner gehalten werden.

 

Des Weiteren kommen in den Teig noch Mehl und Speisestärke. 

Hier verwende ich Weizenmehl Type 405 aus der Tonmühle in Dietzingen (Werbung unbeauftragt selbstbezahlt), hier gibt es Mehl in Bioqualität. 

 

Damit der Baumkuchen ein tolles Aroma bekommt gebe ich in den Teig Vanillezucker, 1 Prise Salz  und 2 Prisen Kardamom hinein

 

Zum Schluß wird der Baumkuchen in eine schöne Schokoladenglasur gehüllt. Baumkuchen mit Schokolade schmeckt einfach himmmlisch gut.

Selbstgemachter Baumkuchen angeschnitten auf dem Teller

Was ihr sonst noch an Equipement für dieses Rezept braucht...

Selbstgemachter Baumkuchen auf dem Teller eßbereit

Tipps und Tricks für den perfekten Baumkuchen

  • Als erstes solltet ihr die Form vorbereiten. Zum Einfetten eignet sich zimmerwarme Butter. 
  • Den Eischnee bitte behutsam unterheben. Am besten verwendet ihr hier einen Schneebesen.
  • Den Mehlmix könnt ihr gerne sieben dann wird der Teig noch einen Tick feiner. Auch den Mehlmix bitte mit dem Schneebesen behutsam unterheben.
  • Beim Backen solltet ihr auf jeden Fall dabei bleiben. Die nächste Lage Teig immer zügig aufstreichen und die Form immer sofort zurück in den Ofen schieben.

Zutatenliste für diesen klassischen Baumkuchen

Zutsten für eine Kastenform:

  • 180g Zucker
  • 100g Marzipan-Rohmasse
  • 170g Butter, weich, in Stücken und etwas mehr zum Einfetten.
  • 20g Vanillezucker
  • 1 Prise Kardamom
  • 1 Prise Salz
  • 8 Eier
  • 90g Mehl
  • 90g Speisestärke
  • Kuvertüre zum Überziehen - Vollmilch oder Zartbitter

Baumkuchen selber machen Schritt-für-Schritt

Baumkuchen vorbereiten

Schritt 1:

60g Zucker in den Mixtopf des Thermomixes geben und 10 Sekunden maximale Stufe. 

Oder Puderzucker in eine Rührschüssel geben.

Zubereitung des Baumkuchenteiges

Schritt 2:

Marzipan in kleinen Stücken, die Butter ebenfalls in kleinen Stücken, den Vanillezucker und den Kardamom zu dem Zucker geben und 30 Sekunden Stufe 4 vermischen.

 

Alternativ das Ganze mit dem Handmixer zu einem homogenen Teig verarbeiten.

Baumkuchenteig fertig stellen

Schritt 3:

Nun trennt ihr die Eier. Das Eiweiß schlagt ihr mit den restlichen 120g Zucker zu Eischnee. Die Eigelbe gebt ihr zum Teig und rührt sie 30  Sekunden Stufe 6 unter. Danach füllt ihr den Teig in eine große Schüssel um oder gebt den Teig zum Eischnee dazu. Dann vermengt ihr alles mit einem großen Schneebesen.

Schritt 4:

Die Kastenform fettet ihr mit Butter ein und heizt den Backofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vor. 

Schritt 5:

Jetzt wiegt ihr Mehl und Speisestärke ab und hebt das Ganze mit einem großen Schneebesen unter den Teig.

Zugabe von Mehl zum Baumkuchenteig

Baumkuchen Schicht für Schicht backen

Schritt 6:

Als nächstes gebt ihr mit einem Eßlöffel etwas Baumkuchenteig dünn (ca. 2mm) gleichmäßig auf den Boden der Kastenform und backt dies auf mittlerer Schiene für ca. 5-6 Minuten. (Je nach Herdart auch kürzer oder länger - der Teig sollte hellbraun sein).

Auf den gebackenen noch heißen Boden tragt ihr nun erneut eine Teigschicht (2mm) auf.  Diese backt ihr wieder 5-6 Minuten. Diesen Vorgang wiederholt ihr so oft, bis kein Teig mehr da ist. 

Schritt 7:

Nach dem Backen lasst ihr den Baumkuchen in einer Form auf einem Kuchengitter abkühlen. Erst dann stürzt ihr den Baumkuchen. 

Ihr könnt den Baumkuchen nach Wunsch jetzt mit Kuvertüre überziehen oder ihn so genießen.

Haltbarkeit und Aufbewahrung von Baumkuchen

Baumkuchen gehört zu den Kuhen die sich besonders gut vorbereiten lassen. Durch den hohen Ei- und Butteranteil bleibt er bei richtiger Lagerung lange saftig und aromatisch. Baumkuchen haltbar machen ist gar nicht so schwer. 

 

Wie lange ist Baumkuchen haltbar?

  • Bei Zimmertemperatur: Luftdicht verpackt hält sich Baumkuchen 3-5 Tage. Ideal ist ein kühler, trockener Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Im Kühlschrank: Gut verpackt (z.B. in Frischhaltefolie oder einer Dose) ist Baumkuchen bis zu 10 Tage haltbar. Vor dem Servieren empfehle ich, ihn rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, damit sich das Aroma optimal entfalten kann.
  • Mit Schokoladenglasur: Glasierter Baumkuchen ist meist etwas länger haltbar, da die Schokolade zusätzlich vorm Austrocknen schützt.

Kann man Baumkuchen einfrieren?

 

Ja, Baumkuchen lässt sich sehr gut einfrieren.

  • In Scheiben oder am Stück luftdicht verpacken
  • Haltbarkeit im Gefrierfach bis zu 3 Monate
  • Zum Auftauen einfach bei Ziimmmertemperatur auspacken und langsam auftauen lassen

Ihr habt Lust auf noch mehr leckere Weihnachtsrezepte bekommen?

Dann werdet ihr hier auf meinem Foodblog Mummystaste sicher fündig!

Schaut gerne in meiner Rubrik Plätzchenrezepte vorbei. Dort findet ihr neben klassischen Plätzchenrezepten wie Vanillekipferl, Hildabrötchen, Zimtsternen, Buttergebäck oder Kokosmakronen auch spezielle Plätzchenrezepte wie zum Beispiel meine leckeren Elisenlebkuchen, meine Pistazienschnecken mit Marzipan oder auch mein Mandelknusper

Noch mehr Rezepte für die Vorweihnachtszeit findet ihr unter der Rubrik Weihnachtsrezepte. 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken meines Baumkuchenrezeptes und wünsche Euch guten Appetit.

Bei Fragen, Kritik und Anregungen dürft ihr mich gerne kontaktieren. 

Über eine Bewertung meines Rezeptes im Anschluß würde ich mich sehr freuen.

Anschnitt des Baumkuchhens mit typischer Schihctstruktur auf der Kuchenplatte

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